Festivalbericht: Heimatzoo

Dieser Artikel dreht sich um meine Eindrücke und meinen Musikgeschmack. Wenn mir Musik nicht gefällt seid nicht böse, man kann nicht jeden Geschmack treffen. 😉

Diesmal werde ich von einem eher kleinerem Festival berichten. Das Besondere am Heimatzoo ist: Wir, also meine Band Katastroofe, haben dort gespielt! Um es schonmal vorweg zu nehmen, es war ein riiiiiesen Spaß! Das Heimatzoo Festival gibt es jetzt schon seit mehr als 10 Jahren und findet im Nachbarort von Schwarmstedt, in Grindau statt. Wie der Name schon sagt wird es in einem geschlossenem Heimatzoo veranstaltet.

Für die, die nicht wissen was ein Heimatzoo ist. Ein Heimatzoo ist ein Zoo mit Tieren aus der Heimat. In unserem Fall Ziegen, Schafe, Schweine, Pferde, Kaninschen und so weiter. Auf dem Festivalgelände konnte gezeltet werde was auch etwa 50 Leute in Anspruch nahmen. Insgesamt wurden über 400 Karten verkauft. Was aber auch nicht verwunderbar ist. Nach einem Umkostenbeitrag von 5€ konnten kostenloses Bier und gegrilltes genossen werden.

Für die Unterhalten sorgten neben Katastroofe noch 8 weitere Bands. Einlass war um 18:30 Uhr wir begannen ca. eine Stunde später als erste Act des Abends. Gespielt wurde auf einer Erhöhung in einer Scheune. Es war
eine sehr große Bühne und die zweitgrößte Bühne auf der wir je gespielt habe. Die Scheune war zur Zeit unseres Auftrittes schon ziemlich gut gefüllt. insgesamt waren es bestimmt 300 Musikbegeisterte. Zwischen ihnen waren viele in Bademänteln zu sehen, das Erkennungszeichen unsere Fans. Traditionell spielten wir natürlich auch im Bademantel! Leider war die Spielzeit mit einer halben Stunde ziemlich knapp bemessen. Wir nutzen die Zeit aber gut aus und spielten einen Kracher nach dem anderen. Das Publikum ging zu dieser frühen Stunde schon ziemlich ab und es machte Spaß vor ihnen zu spielen. Mein Highlight unseres Auftrittes war die selbstgebastelte Oettinger Kiste, die am Höhepunkt von Oettinger ins Publikum, für eine totale Zerstörung, geschmissen wurde. Wir schlossen unser Set mit „Wie ein Schwein“ ab. Es riefen zwar viele Zugabe aber aus Zeitgründen war es leider nicht Möglich eine zu geben und uns wurde sofort der Saft abgedreht und wieder Musik angemacht.

Zwischen den Auftritten spielten, zur Überbrückung der Umbauzeiten, „Saufziege und Fürst B.“ (Nicht mit dem Orson Rapper Plan B zu verwechseln). Die beiden sind zwei Liedermacher aus Hannover die schon als Vorband der „Monsters of Liedermaching“ gespielt haben. Ihr Songs waren alle lustig, intelligent und animierten zum mitsingen. Die beiden waren sehr symphatisch und wir ließen es uns nicht nehmen sie zur späteren Stunde ebenfalls in Bademäntel zu stecken. 😉
Ihr Song „Hannover i.e.L.“ ist mir besonders im Gedächniss geblieben.
Nach der Umbaupause spielten die Psychedelic-,Progressiv-Rocker „Mandra Gora LS“. Ich bekam von ihnen nicht so viel mit weil ich meinen Bass verstauen, ein anderes T-Shirt anziehen und mich mit Flüssigkeit versorgen musste. Ich trug unseren gesamten Auftritt einen Bademanten was zu einem hohen Flüssigkeitsverlust führte, den ich gleich mit Bier ausglich. 😉

Der Sound von „Mandra Gora LS“ war ziemlich geil. Ich höre solche Musik eigentlich sehr gerne da sie oft zu meiner Stimmung passt. Auf diesem Festival fand ich die Band aber ein bisschen deplatziert. Ich wollte einfach nur Spaß haben und nicht in eine melancholische Stimmung versetzt werden.
Das ist aber nur meine Meinung.

Bei dem Auftritt von 2nd Stage verzog ich mich zu

erst zum Kicker.

  1. Spiel: Zebra und ich vs. Daniel und Felix – verloren
  2. Spiel: Felix und ich vs. Daniel und Dominik – gewonnen

Danach ging ich nach hinten auf die Bänke um den tollen Feta mit Tomaten, vom Grill zu genießen. Es war ein Gaumenschmauß!
Rockbands mit Sängerin haben es meist sehr schwer. Mein Geschmack traf 2nd Stage auch nicht auf anhieb. Einige Lieder waren ganz gut aber wenn Frauen singen dann lieber wie bei den Pixis oder Hole. Alles in allem aber ein besserer Auftritt als letzes Jahr, man merkt ihnen die längere Bühnenerfahrung an.

„Black as Chalk“ animierten zum abgehen was wir auch ausreichend taten. Tobias und ich liefen direkt vor die Bühne und Schwangen zusammen mit Fabian von The Rimshots und Lennart von Intoxicated kräftig das Tanzbein. Ihr bärtiger Bassist war ein besonderer Hingucker und das Mandolinen Solo ein Hilight! Es war einer der besten Bands des Abends.

Beim folgendem Auftritt von Fibre (Faiber ausgesprochen, wie mich später ihr Gitarrist berichtigte) blieben wir gleich auf der Tanzfläche. Sie gefielen mir beim Prelistening auf MySpac schon so gut, dass ich bei ihrer Facebook-Seite ohne zu zögern „gefällt mir“ angklickte. 😉 Fibre ist eine geile Band und ich glaube sie steht kurz vor ihrem Durchbruch. Ich hätte mir gerne eine CD von ihnen gekauft, hatte aber leider kein Geld dabei.

Nach Fibre’s Auftritt versuchte ich unsere mitgebrachten Merchandising Artikel zu verkaufen. Unser Foto wurde auf Lastwagenplane gedruckt. Die Plane wurde mit Laschen versehen, sodass man sie mit Saugnäpfen an einer Scheibe oder mit Schnüren überall befästigen werden kann. Nachdem alle Bandmitglieder darauf unterschrieben wurden sie uns förmlich aus den Händen gerissen und waren sofort restlos ausverkauft. Die Bandkasse dankt!

Die vorletzte Band des Abends, „die Drolls“, fand ich nicht so berauschend. Die meisten Songs waren leider Cover. Ich will garkeine weiteren Worte zu ihnen verlieren, da ich sie eh nur aus der ferne gehört habe (Merchandising).
Als vermeindlich letzte Band spielten Kaosfabrik. Die Band des Mit-Organisators Sebastian der auch für den Ton verantwortlich war. Kaosfabrik spielt einen Mix aus Ska, Reggea, HipHop und Rock und traf damit genau meinen Geschmack. Stillstehen viel da schwer und so schwungen wir nochmal alle gemeinsam kräftig das Tanzbein. Niklas hat sich gleich ihre CD gesichert, ich werde sie mir bald wohl mal ausleihen.

Nach der letzen Band spielte wir nochmal (feat. Didgeridoo). Dieser letze Auftritt sollte besser vergessen werden. Wir waren schon ziemlich angeheitert und einige aus der Band können sich nichtmal an den Auftritt erinnern. Die ca. 400 Zuschauer hatten zwar ihren Spaß und viele tanzten auch aber das war nicht der letze Eindruck, den wir gerne hinterlassen hätten. Trozdem konnten wir noch knapp eine dreivirtelstunde Bühnenerfahrung sammeln und „Ein Kompliment“ mit Didgeridoo war echt einmalig! Oder wie uns am nächsten Morgen gesagt wurde: „Das ihr noch den Mut hattet, so besoffen wie ihr wart auf die Bühne zu gehen… geil! Das ist Rock’n Roll!“

Was vielleicht noch erzählenswert ist: Nils kam am nächst Morgen (immernoch Stockbesoffen), mit einem Knüppel in der Hand aus dem Wald und schrie: „Ich hab im Wald gepennt und mit bloßer Faust ein Reh erschlagen“. Sein IPhone ließ er im Wald zurück, das er es wiedergefunden hat bezweifle ich.

Das war das Heimatzoo Festival, nächstes Jahr wieder!

Die Bilder von Fibre, Kaosfabrik, 2nd Stage und Katastroofe sind von der MySpace Seite des Heimatzoos. Der Rest ist von mir.

2 Gedanken zu „Festivalbericht: Heimatzoo

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